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Monat: Mai 2026

Außerschulischer LernortEichendorffschüler lernen im Paläon

Außerschulischer LernortEichendorffschüler lernen im Paläon

Pressemitteilung des Landkreises Helmstedt

083_2026 PM Eichendorffschule im Paläon


Eichendorffschüler lernen im Paläon

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Startchancen“ nutzen
derzeit Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule Schöningen
das Paläon als außerschulischen Lernort. Landrat Gerhard Radeck
machte sich vor Ort ein Bild von dem besonderen Projekt.
Donnerstags ist bis Ende Mai für die Schülerinnen und Schüler der 5a und
5b der Eichendorffschule neuerdings ein besonderer Schultag. Denn der
Schulbus fährt sie nicht zum Unterricht in ihrem gewohnten Klassenzimmer,
sondern ins Foschungsmuseum Paläon.
Von 9 bis 13 Uhr steht dort dann das Thema Steinzeit auf dem Programm.
Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von historischem Wissen,
sondern um einen Mix aus Geschichte, Sprachbildung und
Erlebnispädagogik – ein Lernumfeld mit viel Praxisbezug, das es den
Schülerinnen und Schülern einfacher macht.
Den Schülerinnen und Schülern wird ein vielfältiges Programm geboten. Mit
Hilfe der Methoden aus der Erlebnis- und Naturpädagogik soll vermittelt
werden, wo die Wurzeln der Menschen liegen. So beschäftigten sich die
Kinder am Beispiel Altsteinzeit mit dem Ursprung der Sprache,
Werkzeugtechnologie, Tieren der Eis- und Warmzeiten und lernen, warum
es keine Haustiere gab.
Außerdem bedeutet Steinzeit immer Teamzeit. Das heißt, die Kinder
arbeiten jeden Donnerstag in Kleingruppen und lösen gemeinsam Aufgaben.
Das fördert das soziale Lernen, was ebenfalls ein Baustein im
Förderprogramm Startchancen ist.
Vergangenen Donnerstag besuchte Landrat Gerhard Radeck die
Schülerinnen und Schüler im Paläon und machte sich vor Ort ein Bild von
dem Projekt:
„Das Projekt ist toll und nach meinem Eindruck sind die Kinder auch gut bei
der Sache. So macht Lernen doch Spaß und ist genau das, wofür wir das
Paläon auch nutzen sollten: Als Lernort direkt an historischer Stätte mit viel
Platz.“
Dem Thema Hausbau nähern sich die Schülerinnen und Schüler an diesem
Donnerstag beispielsweise, indem die Größenordnung der ersten festen
Häuser nachgestellt werden. Ganz nebenbei werden hier einfache
Mathematik, Längenmaße und räumliches Vorstellungsvermögen geübt.
Eine zweite Gruppe lernt ganz praktisch, wie ein einfacher Webstuhl
funktioniert.


„Wir merken schon, dass die Kinder hier viel besser einen Bezug zu den
Inhalten entwickeln können und durch die praktischen Tätigkeiten auch
länger dran bleiben, als wenn sie nur frontal beschult werden“, so
Museumspädagogin Jana Hugler.
„Für uns ist das auch neu, dass wir nicht nur einer Schulklasse mal drei
Stunden vor Ort etwas erklären, sondern dass wir dieselben Schüler
regelmäßig hier haben, eine Beziehung zu ihnen aufbauen können“.
Möglich wurde dieser besondere Unterricht durch das Engagement der
begleitenden Lehrkräfte, ohne die das Projekt nicht funktionieren würde, so
Jana Hugler. Die Zusammenarbeit sei sehr kollegial und alle profitieren von
dem intensiven Austausch.
Als „Startchancen-Schule“ hat die Eichendorffschule in jedem Schuljahr der
nächsten 10 Jahre finanzielle Mittel für solche Projekte.
Außerdem werden gerade vom Kultusministerium Niedersachsen die
sogenannten „Freiräume“ explizit gefördert und die Eichendorffschule
möchte Teil des Programms „Schule im Aufbruch“ werden und prüft gerade,
wie das gelingen kann.
Noch vor den Sommerferien soll das Projekt „Unterricht im Paläon“ evaluiert
und ausgewertet werden. Schon jetzt ist aber klar: Ab Februar 2027 soll es
mit den neuen 5. Klassen der Eichendorffschule auf jeden Fall weitergehen.